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Vereinsgeschichte

Die Geschichte der Freien Oelsnitzer Bürgerschaft e.V. - kurz FOB

 
Unsere Wählervereinigung macht seit der Kommunalwahl im Mai 2019 durch verschiedene Erfolge auf sich aufmerksam und steht im Fokus der politischen Mitbewerber sowie der Oelsnitzer Bürgerschaft. Die Geschichte unserer FOB reicht dabei bis weit vor der eigentlichen Vereinsgründung (18.08.2018) zurück. Wir laden Sie ein auf eine spannende Reise, angefangen von der Idee bis hin zur erfolgreichen Umsetzung einer neuen kommunalpolitischen Bürgerbewegung der Großen Kreisstadt Oelsnitz/Vogtl., mit allen ihren Problemen, Hürden, Rückschlägen aber auch der Freude, Erleichterung und dem Stolz etwas ganz besonders gemeinsam erreicht zu haben.
 

Jedem Anfang geht eine Idee voraus

 
Im Jahr 2014 entschied sich unser heutiger Vorsitzender Björn Fläschendräger sich erstmals zu den damaligen Kommunalwahlen für ein Mandat im Oelsnitzer Stadtrat zu bewerben. Hier stellte sich für ihn die Frage, welcher Partei bzw. Wählervereinigung er sich anschließen sollte. Da ihm kein Wahlprogramm der etablierten Kräfte völlig überzeugte, spielte er mit dem Gedanken mit einer neuen kommunalpolitischen Bürgerbewegung zur Wahl anzutreten.

Dessen Bemühungen dazu scheiterten am Ende zum einen an seiner damaligen kommunalpolitischen Unerfahrenheit und zum anderen an der Tatsache, dass erfahrene Stadträte, welche sich ihrerseits auf einem Kurs der Neuorientierung befanden, die Zeit für ein solches Vorhaben noch nicht für reif ansahen.

Björn Fläschendräger schloss sich daraufhin der Wählervereinigung der Liberalen unabhängigen Bürgern (LuB) an. In den Folgemonaten galt es für ihn die Abläufe der Kommunalpolitik zu lernen und in diesem Zusammenhang wichtige Erfahrungen zu sammeln.
 

Der Anfang eines langen Weges ist stets der erste Schritt

 
Nach knapp zwei Jahren musste Björn Fläschendräger feststellen, dass dessen inhaltliche Ansichten in einigen, jedoch wichtigen Punkten weit von denen seiner Fraktionskollegen auseinander gehen. Im Besonderen betraf dies die Jugend- und Nachwuchsarbeit, Fragen zur städtischen Kinderbetreuung sowie andere Themen im sozialen Bereich.

Eine ähnliche Situation erlebte zu diesem Zeitpunkt auch CDU-Stadtrat Sebastian Stange, der damals mit 25 Jahren jüngster Abgeordneter im Oelsnitzer Stadtrat war. Wie es der Zufall wollte, kamen die Beiden am 28. Mai 2016, im Rahmen des Oelsnitzer Automarktes, ins Gespräch und stellten dabei fest, dass ihre Ansichten hinsichtlich der zukünftigen Gestaltung ihrer Heimatstadt in vielerlei Hinsicht große Gemeinsamkeiten aufweisen. Im Ergebnis dessen entschlossen sich beide ihre jeweilige Fraktion zu verlassen und eine neue Fraktion mit dem Namen "Freie Oelsnitzer Bürgerschaft" zu gründen. Rechtlich war dies möglich da zum Anfang der Legislatur der Stadtrat die Hauptsatzung hinsichtlich der Fraktionsstärke von drei auf zwei Stadträte herabsetzte.

Zur letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause gab Björn Fläschendräger am 16. Juni 2016 seinen Austritt aus der LuB bekannt, Sebastian Stange erklärte am 06. Juli seinen Austritt aus der CDU-Fraktion.
 

Die Geburt der FOB

 
Am 01. September 2016 schlossen Björn Fläschendräger und Sebastian Stange einen Fraktionsvertrag und reichten diesen am gleichen Tag bei dem Oelsnitzer Oberbürgermeister ein. Damit war die neue Stadtratsfraktion der "Freien Oelsnitzer Bürgerschaft" geboren. Dies sorgte bei den kommunalpolitischen Mitbewerbern, besonders bei der politischen Linke im Stadtrat, für Unmut. Fläschendräger und Stange waren sich jedoch sicher, dass dieser Schritt richtig war, ihnen in Zukunft jedoch ein rauer Gegenwind ins Gesicht blasen würde. Für den Rest der laufenden Legislatur sahen sich beide als erster Ansprechpartner und Sprachrohr der jüngeren Oelsnitzer Einwohner, welche bis zu diesem Zeitpunkt, begründet in der demografischen Zusammensetzung des Stadtrates, kaum eine ernstzunehmende Stimme hatten. Dies sollte sich nun grundlegend ändern. Themen zum Stadtbad Elstergarten, dem Bau des hohen Stegs auch ohne Fördermittel, fehlende Vierraumwohnungen für junge Familien, die Umstrukturierung des Sperkenfestkonzeptes waren nur einige Punkte ihrer Agenda gewesen.
 

Der steinige Weg

 
Von Anfang an hatte die FOB-Fraktion einen schweren Stand im Stadtrat. Hinter vorgehaltener Hand wurde von der "Pseudofraktion" gesprochen und unseren beiden Räten oftmals Populismus vorgeworfen, nur weil nun endlich einmal Themen öffentlich angesprochen wurden, welchen vielen Oelsnitzerinnen und Oelsnitzern unter den Nägeln brannten. Leider musste sich unsere Fraktion zunächst auf dieses Gebiet beschränken. Mit zwei Abgeordneten in einem 22-köpfigen Gremium war vom Stimmverhältnis nicht viel zu erreichen. Probleme ansprechen und klar beim Namen nennen und gleichzeitig Lösungen anbieten waren die einzigen Werkzeuge die einer Kleinstfraktion zur Verfügung standen.

Mit diesem Bewusstsein richteten Björn Fläschendräger und Sebastian Stange den Blick in die Zukunft. Wollte man zur nächsten Legislatur, ab dem Jahr 2019, etwas erreichen bedurfte es eines Aufbaus einer mitgliederorganisierten Wählervereinigung, sprich eines eingetragenen Vereins. Die Vorteile lagen auf der Hand. Nur mit einer Vielzahl an Mitgliedern, welche parteiunabhängig nur das Wohl der eigenen Heimatstadt im Sinn haben, lässt sich eine größere Liste an Kandidaten für die nächste Stadtratswahl aufstellen.

Neben der Ratsarbeit nahmen die beiden FOB-Stadträte nun den schrittweisen Aufbau eines Wählervereins in den Fokus. In diesem Zusammenhang führte Björn Fläschendräger mehrere Gespräche mit Eckardt Scharf, der als Leiter der "Liberalen unabhängigen Bürger" fungierte. Trotz Fläschendrägers LuB-Austrittes hegte er weitrhin ein gutes Verhältnis zu seinen ehemaligen Fraktionskollegen und LuB-Anhängern.

In mehreren und langen Einzelgesprächen vereinbarten Björn Fläschendräger und Eckardt Scharf die sukzessive Annäherung der beiden Lager mit dem Ziel einer späteren gemeinsamen Liste. Sie waren sich einig, dass dies zukunftsorientiert nur als "Freie Oelsnitzer Bürgerschaft" erfolgen könne, da sich in dieser Konstellation die meisten Bürgerinnen und Bürger angesprochen fühlen, welche sich kommunalpolitisch engagieren möchten, sich jedoch nicht von einer Partei oder politischen Gesinnungsrichtung angesprochen und aufgehoben fühlen.

So vereinbarten beide eine klare Aufgabenverteilung. Eckart Scharf sollte sich um die Überzeugung und Eingliederung seiner LuB-Mitglieder kümmern, Björn Fläschendräger wiederum kümmerte sich um Gewinnung neuer kommunalpolitisch unverbrauchter Personen mit gesunden Ansichten und neuen Ideen. Das gemeinsame Ziel war die Gründung einer parteiunabhängigen FOB-Wählervereinigung.

Mit diesem Entschluss nahm die Arbeit an Fahrt auf. Björn Fläschendräger und Eckardt Scharf trafen sich nun regelmäßig und erarbeiteten Schritt für Schritt eine eigene Vereinssatzung. Dies gestaltete sich als äußerst schwierig, da im Gegensatz zu einem gemeinnützigen Verein keine Mustersatzung zur Verfügung stand. Sämtliche Punkte musste man sich mühevoll aus verschiedenen Parteisatzungen rausarbeiten und für die eigenen Ziele umschreiben.

Am 27. Juli 2018 wurde schließlich der Satzungsentwurf den Interessenten einer zukünftigen FOB im Oelsnitzer Lokal "Hemingways" vorgestellt. In diesem Rahmen flossen noch einige gute und konstruktive Vorschläge der Anwesenden in den Entwurf ein. Zu dieser Beratung war man sich am Ende einig, dass nicht nur eine Wählervereinigung gegründet werden sollte, sondern diese auch als eingetragener Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Chemnitz aufzunehmen sei, um so unsere Wählervereinigung zu einer juristischen Person werden zu lassen. Ziel war es, ähnlich wie bei Parteien, Spenden für unsere kommunalpolitische Arbeit einwerben zu können und dafür offizielle Zuwendungsbescheinigungen ausstellen zu dürfen. Was auch für die Zahlung der jährlichen Mitgliedsbeiträge betrifft.

Da Wählervereinigungen im steuerlichen Sinne anders als gemeinnützige Vereine behandelt werden und man keinen Fehler machen wollte, reichten unsere beiden Verantwortlichen den Satzungsentwurf bei einem Fachanwalt für Steuerrecht ein. Nach dessen Ergänzungen wurde der nun fertige Entwurf zur Vorprüfung beim zuständigen Finanzamt eingereicht, welches kurz vor der Gründung grünes Licht gab. Insoweit war nun alles geklärt und so konnten wir der Vereinsgründung entspannt entgegensehen.
 

Die Vereinsgründung

 
Auf Grund der Tatsache, dass die Gründung einer mitgliederorganisierten Wählervereinigung ein Novum in der langen Geschichte unserer "Sperkenstadt" darstellte, wurde mit dem 18.08.2018 bewusst ein einprägsames Datum und mit Schloß Voigtsberg einen traditionsreichen Ort mit hohem Wiedererkennungswert gewählt.

Bei herrlichstem Sommerwetter folgten 16 Frauen und Männer der Einladung zur Vereinsgründung. Zu diesen mutigen Gründungsmitgliedern zählen:

▪ Björn Fläschendräger
▪ Bärbel Müller
▪ Christof Schwabe
▪ Dietmar Koczy
▪ Eberhard Müller
▪ Eckardt Scharf
▪ Eva-Maria Busch
▪ Heidi Strecker
▪ Jan Mädler
▪ Juliane Becher
▪ Michael Ballmann
▪ Peter Fritzsch
▪ René Buze
▪ Sebastian Stange
▪ Steffen Hüttel
▪ Ulrich Mahn
 

 
Im Rahmen der Gründungsversammlung wurde das Vereinslogo, eine zeitgemäße Beitragsordnung, die Erstellung einer eigenen Homepage und der Aufbau einer sogenannten Ideenwerkstatt, die eigene Anträge zu verschiedenen Themen ausarbeiten und unserer späteren Stadtratsfraktion für eine Antragsstellung weiterreichen soll, beraten und beschlossen.

Weiterhin wurde eine Einigung erzielt, dass die beiden aktuell bestehenden Stadtratsfraktionen der FOB sowie der LuB für die restlichen neun Monate der laufenden Legislatur zusammenarbeiten und gemeinsame Fraktionssitzungen zur Vorbereitung auf die Stadtratssitzungen durchführen sollen.

Im Rahmen einer schriftlichen und damit geheimen Vorstandswahl wurde folgenden Mitglieder einstimmig das Vertrauen ausgesprochen:
 
▪ Vorstandsvorsitzender:   Björn Fläschendräger
▪ Stellv. Vorstandsvorsitzender:   Eckardt Scharf
▪ Finanzvorstand:   Juliane Becher
▪ Verwaltungsvorstand:   Christof Schwabe
 
Am Ende unserer Gründungversammlung zeigten die Medienvertreter von der Freien Presse, dem Vogtland-Anzeiger sowie dem BLICK großes Interesse.
 
Neben den angesprochenen gemeinsamen Fraktionssitzungen und einer engen Zusammenarbeit zu den Stadtrat- und Ausschusssitzungen unserer beiden Fraktionen (FOB & LuB) konnten wir Urlaubs- sowie Krankheitsbedingt erst am 5. November 2018 unsere Satzung beim Notar einreichen, welche am 12. November 2018 zur Eintragung in das Vereinsregister vorbereitet wurde. Kurz darauf folgte die Mitteilung des Amtsgerichtes Chemnitz, dass unsere Wählervereinigung zum 22 November 2018 in das Vereinsregister als eingetragener Verein aufgenommen wurde. Ein erster Meilenstein wurde damit genommen. Auch vom Finanzamt erhielten wir die Bescheinigung von der Zahlung der Körperschaftssteuer befreit zu sein.

Da unsere Wählervereinigung nun eine juristische Person war, konnte auch ein eigenes Girokonto bei der Sparkasse Vogtland eröffnet werden. In Vorbereitung dazu wurde bei der Deutschen Bundesbank eine Gläubiger-Identifikationsnummer im SPEA Lastschriftverfahren beantragt. Am 4. Dezember 2018 eröffneten wir nun unser eigenes Vereinskonto und konnten von da an auch im finanziellen Bereich endlich die Arbeit aufnehmen.

Damit wurde das Ziel, welches sich zur Gründung selbst gesetzt wurde, bis zum Jahresende voll geschäftsfähig zu sein, erreicht. Nun konnten sich wieder mehr dem kommunalpolitischen Geschehen unserer Stadt gewidmet werden.
 

Der schwere Start ins Wahljahr 2019
 

Das Jahr 2019 begann für unsere Wählervereinigung gleich mit einer traurigen Nachricht. Wir erhielten die Information, dass unser Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Eckardt Scharf, wieder von seiner Erkrankung heimgesucht wurde, welche er fünf Jahre zuvor scheinbar besiegt hatte. Dies war der denkbar ungünstigste Start in dem wohl wichtigsten Jahr unserer FOB. Unsere Gedanken waren bei ihm und seiner Familie. Mit dieser Hiobsbotschaft ging es in die frühe Anfangsphase des Wahlkampfes, wohlwissend, dass einer unserer wichtigsten Führungspersönlichkeiten auf unbestimmte Zeit ausfallen würde.

Neben der alltäglichen Ratsarbeit wurde sich nun parallel auch mit den ersten Themen des Wahlkampfauftaktes befasst. So wurde im ersten Quartal 2019 die Arbeit zum Aufbau einer eigenen Homepage sowie einem Auftritt im sozialen Netzwerk aufgenommen. Dies hatte zur Folge, dass unsere FOB am 1. März 2019 mit einer eigenen Fanseite bei Facebook online ging und damit den Wahlkampf im "Social Media"- Bereich eröffnete. Das Interesse an dieser Informationsmöglichkeit war bereits in den ersten Tagen groß. So konnten wir schon nach nur zwei Wochen über 100 Personen verzeichnen, die unserer Seite folgten.

Am 9. März 2019 lud unsere FOB zur ersten Mitgliederversammlung nach der Vereinsgründung in das Lokal "Church Hill" ein. Diese konnte gleich mit einem freudigen Anlass eröffnet werden. Mit Thomas Föder, Torsten Pinkes, Gabriele Petzold, Michael Zieger, Romy Jasinsky, René Gräf, Gabriela Daßler, Tony Goldstein, Aron Fläschendräger, Kathrin Mothes, Jörg Müller und Patric Seemann nahmen wir gleich 12 neue Mitglieder in unsere Reihen auf. Damit stieg unsere Mitgliederzahl von 16 auf 28 Mitstreiter an. Im Rahmen dieser Mitgliederversammlung wurde eine Rückschau auf die vergangenen Monate gehalten und dabei festgestellt, dass das Ziel einer geschäfts- und rechtsfähigen Wählervereinigung erreicht wurde. Weiterhin wurden die kommenden Wochen und Monate bis hin zur wichtigen Kommunalwahl im Mai vorbereitet. So stellten wir die Kandidaten für unsere Wahlliste auf. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Mit insgesamt 17 Kandidaten präsentierte unsere FOB die zahlenmäßig stärkste Liste aller an der Stadtratswahl teilnehmenden Parteien. Hier endete dann aber auch der gemeinsame Weg von Björn Fläschendräger und Sebastian Stange, die gemeinsam die FOB - mit der Gründung der Fraktion im Jahr 2016 - auf den Weg brachten. Diese Tatsache lag darin begründet, dass Sebastian Stange aus beruflichen sowie familiären Gründen keine Zeit mehr für die Ausübung eines Stadtratsmandates fand und in Folge dessen sich zu einer Wiederwahl nicht mehr zu Verfügung stellte. Der Wählervereinigung blieb er jedoch als Mitglied treu.
 

Alles oder nichts – die Wochen der Entscheidung

 
Nun galt es eine hohe Hürde zu nehmen. Da unsere Wählervereinigung erstmals an einer Kommunalwahl teilnehmen würde, hatten wir erst einmal 80 Unterstützerunterschriften für die Zulassung zur Wahl zu sammeln. Mit den arbeitnehmerunfreundlichen Öffnungszeiten des Rathauses sowie dem kurzen Zeitraum von nur knapp zwei Wochen, bedeutete dies eine echte Herausforderung für unsere junge und zum großen Teil noch unbekannte FOB. Die große Gefahr dabei war, dass wir bei einer Verfehlung der vorgegebenen Unterschriftenzahl zur Kommunalwahl nicht zugelassen worden wären und damit die gesamte Arbeit der letzten Monate völlig umsonst gewesen wäre. Damit wäre auch das weitere Fortbestehen der jüngst geründeten Wählervereinigung in Frage gestellt. Damit setzte man alles auf eine Karte, frei nach dem Motto: "alles oder nichts".

Der Startschuss dazu folgte am Montag, den 11. März 2019. In den folgenden Tagen zeichnete sich ein wahrer Krimi ab. Die erste Woche verlief relativ gut. Zum Wochenende hatten wir mit 47 Unterschriften etwas mehr als die Hälfte der geforderten Stimmen gesammelt. Dies bedeutete jedoch, dass wir das Wochenende noch einmal unsere Anstrengungen verstärken mussten, um unsere Bekannten und Verwandten in das Rathaus zur Unterschriftenabgabe zu bewegen.

Das Ergebnis am Montagabend waren 54 von 80 Unterschriften und nur noch drei Tage Zeit bis zur Abrechnung. Einen Tag später konnten wir die Sektkorken knallen lassen. Um 18:32 Uhr informierte uns unsere Vertrauensperson Michael Ballmann, dass wir mit aktuell 101 Stimmen die Grenze der geforderten Mindestanzahl mehr als nur ausreichend durchbrochen haben. Die Erleichterung war unbeschreiblich. An diesem Dienstag gaben 47 Personen ihre Unterschrift im Rathaus ab. Von einer zeitweisen Schlangenbildung war an diesem Tag während des Wochenmarktes die Rede.

Am Ende konnte unsere FOB 114 gültige Stimmen auf sich vereinen und sammelte damit 34 Stimmen mehr als erforderlich. Wenn man bedenkt, dass wir nur 8 Werktage, darunter nur 4 Tage mit Nachmittagsöffnung, Zeit hatten, war dies eine hervorragende und geschlossene Mannschaftsleitung, auf welche wir ganz besonders stolz sein können. Dies war der Beweis dafür, was wir erreichen können, wenn wir alle zusammen an einem Strang ziehen.

Zeit um diesen Erfolg zu feiern blieb jedoch nicht. Bereits eine Woche später, am 28. März 2019, lud unsere Wählervereinigung zu einer öffentlichen Wahlkampfklausur in das Lokal "Church Hill" ein. Ziel war es, gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Heimatstadt die Eckpfeiler unseres kommenden Wahlprogrammes zu definieren, um in den Folgewochen die Feinziele erarbeiten zu können. Die Klausur war am Ende ein Erfolg. Wir einigten uns auf eine breite Aufgabenpalette mit wichtigen Themen unserer Bürgerschaft.

Den März beendeten wir so wie wir ihn begonnen hatten. Nachdem am 1. März unsere Facebookseite online ging, gingen wir am 31. März 2019 mit unserer Vereinshomepage ins Netz. Selbige zeichnet sich durch einen ansprechenden, frischen und gut strukturierten Aufbau aus. Dies war auch das Fazit der Teilnehmer der Wahlkampfklausur, welche die Homepage mit viel Lob bedachten. Hier gilt Aron Fläschendräger großer Dank, welcher in unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit viele Seiten anderer Wählervereinigungen und Parteien verglich und eine auf unsere FOB zugeschnittene Homepage aufbaute und bis heute als Administrator betreut.

Der April stand ganz im Zeichen verschiedener Wahlkampf-AG´s bei welchen unser Programm thematisch erarbeitet wurde. Hier kam eine Vielzahl von Gedanken und Vorschläge auf den Prüfstand, um zu klären, ob manch gut klingende Vorschläge überhaupt umsetzbar sind. Denn eines wollten wir auf keinen Fall und das ist, Gefahr laufen in die Ecke des Populismus gedrängt zu werden.

Um unser Wahlprogramm auch mit den attraktiven Gesichtern unserer Kandidaten zu schmücken, führten wir am 9. April 2019 einen Fototermin bei "Foto Lichtblick Sina Löhnert" durch. Sie verstand es unsere Kandidaten ins beste Licht zu rücken und steuerte so einen absoluten Mehrwert zu unserem Flyer bei.

Am 25. April 2019 war es dann soweit. Im Rahmen einer Wahlkampfkonferenz in der "Altdeutschen Bierstube" beendeten wir unsere aufwändige Arbeit zur Erstellung unseres Wahlprogramms mit einem einstimmigen Beschluss zur Annahme des erarbeiteten Programms. Unser Dank gilt hierbei besonders den Teilnehmern an den AG´s: Björn Fläschendräger, Michael Ballmann, René Buze, Dietmar Koczy, Torsten Pinkes und Michael Zieger.
 

Endspurt im Wahlkampf

 
Nun begann der Monat der Wahrheit. Es verblieben noch 26 Tage bis zur Kommunalwahl. 26 Tage galt es nun Vollgas zu geben und die Oelsnitzer Bürgerschaft davon zu überzeugen, dass es Zeit wird für eine neue politische Kraft, welche die Altparteien zwingt, sich aus ihrer Lethargie der vergangenen Jahre zu erheben und endlich wieder das zu tun für was sie gewählt wurden – die Arbeit zum Wohle unserer Heimatstadt und ihrer Einwohner.

Am 9. Mai 2019 wurden dafür die ersten Werbeplanen an den Straßenzügen der B92 und in Lauterbach aufgestellt. Diese Planen sorgten schon nach kurzer Zeit für erstes Aufsehen und die FOB war in aller Munde. Unsere politischen Mitbewerber nahmen dies zähneknirschend zur Kenntnis, da ihnen nun bewusst wurde, auf welche Art von Wahlkampf sie sich in den kommenden Wochen einstellen mussten.

Am 14. Mai 2019 fiel der Startschuss zu unserem Straßenwahlkampf. Hierfür hatte unsere Wahlkampf AG vier verschiedene Plakatslogans und Layouts erarbeitet. "Mit Mut und neuen Ideen", "Taten statt Worte", "Rock´n´Roll statt Schlafmusik" und "Oelsnitz gestalten statt verwalten". Dabei wurden innerhalb nur weniger Stunden eine Vielzahl an Plakaten an den Straßenlaternen im gesamten Oelsnitzer Stadtgebiet sowie in den Oelsnitzer Ortsteilen angebracht.

Am Vormittag des 14. Mai 2019 folgte unser 1. Wahlkampfstand auf dem Oelsnitzer Wochenmarkt. Weitere Wahlkampfstände folgten am 17., 21., und 24. Mai. An allen Tagen nutzten wir die Möglichkeit mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen und Gedanken sowie Stadtpunkte auszutauschen. Insgesamt waren diese Auftritte allesamt gut organisiert und gewinnbringend.
 

Der Wahltag

 
Nun war der Tag der Entscheidung gekommen. Am Sonntag, den 26. Mai 2019 standen die Kommunalwahlen im Vogtlandkreis an. An diesem Tag konnten wir auf viele aufregende Monate zurückblicken, welche anstrengend, nervenaufreibend, zeitaufwändig aber auch interessant und lehrreich waren. Im Gegensatz zu unseren politischen Mitbewerbern haben wir einen Wahlkampf mit hohen Hürden, wie der Unterschriftensammlung geführt. Auch haben wir mit Homepage, Social Media und den klassischen Plakatwerbungen für Oelsnitzer Verhältnisse neue Wege des Wahlkampfes beschritten. Trotz der Tatsache, dass sich einige unserer Mitglieder untereinander kaum kannten, wuchsen wir rasch zu einem Team zusammen, welches gemeinsam ein Ziel verfolgte – die Ablösung des lethargischen Durchregierens der Altparteien im Oelsnitzer Stadtrat.

Was unsere Bemühungen wert sein würden, wussten wir erst am späten Abend des Wahltages. Hier zeichnete sich eine faustdicke Überraschung ab. Unser Wahlkampfkampagne mit unseren Kandidaten sowie unseres Wahlprogrammes überzeugte die Oelsnitzer Bürgerschaft dermaßen, dass wir einen hohen Vertrauensvorschuss erhielten. Dies hatte zur Folge, dass unsere FOB aus dem Stand heraus mit 24,5% das zweitbeste Stimmenergebnis nach der CDU erzielte. Dies bedeutete, dass unsere FOB mit sechs Stadträten die zweitstärkste Fraktion stellen sollte. In der Summe können wir uns faktisch als Wahlgewinner bezeichnen, da alle Parteien, bis auf die AfD, welche ebenfalls aus dem Stand 22% erhielt, zum Teil herbe Verluste einfuhren.

Die Ergebnisse im Überblick:
 
CDU 29,8% - 8,6% (7) - 2 Mandate
FOB 24,3% + 24,3% (6) + 6 Mandate
AfD 21,9% + 21,9% (5) + 5 Mandate
LINKE 16,0% - 6,0% (3) - 1 Mandat
SPD 6,6% - 3,1% (1) - 1 Mandat
DSU 1,5% -17,0% - 4 Mandate
      insg. 22 Mandate
                                                                 
Mit diesem sensationellen Ergebnis wurden die Arbeit und die Mühe der vergangenen Monate mehr als belohnt.

Unsere neue Stadtratsfraktion besteht damit aus:
 
Björn Fläschendräger 971 Stimmen
René Buze    547 Stimmen
Ulrich Mahn 289 Stimmen
Torsten Pinkes   270 Stimmen
René Gräf     177 Stimmen
Tony Goldstein  175 Stimmen

Ein weiterer erfreulicher Aspekt war, dass ein Mitglied unserer Wählervereinigung auch den Sprung in den Kreistag schaffte. Björn Fläschendräger erzielte über die Liste der FDP mit 1285 Stimmen ein ebenfalls herausragendes Ergebnis im Wahlkreis 2. Dies bedeutet für unsere FOB, dass wir in den nächsten Jahren wichtige Informationen aus dem Kreistag sowie des Landratsamtes aus erster Hand erhalten und somit auf keine Zuträger anderer politischen Vertretungen angewiesen sind. Die Mitglieder unserer FOB waren sich einig. Dieses Ergebnis musste gefeiert werden. So traf man sich am 29. Mai zu einer Wahlparty und feierte diesen tollen Erfolg.
 

Die Neuausrichtung der FOB-Fraktion

 
Im Juli fand noch eine letzte Sonderstadtratssitzung des alten Gremiums statt. Dazu führten wir am 5. Juli 2019 eine letzte gemeinsame Fraktionssitzung aus LuB und FOB Fraktion durch. In diesem Rahmen verabschiedeten wir Michael Ballmann als LuB-Fraktionsvorsitzenden mit einem kleinen Präsent, welcher sich nicht mehr zu einer Wiederwahl stellte und damit zum Ende der Legislaturperiode aus dem Stadtrat ausscheiden würde.

Am 2. August 2019 kamen unsere neuen Stadträte erstmals zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. In diesem Rahmen galt es die verschiedenen Funktionen zu besetzen. Schnell wurde darüber Einigkeit erzielt, dass wir einen Kandidaten für das Rennen um den 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters schicken wollen. René Buze sah sich dieser Aufgabe gewappnet. Den Fraktionsvorsitz sollte weiterhin Björn Fläschendräger übernehmen, welcher diesen seit Fraktionsgründung (2016) begleitet. Als dessen Vertreter sollten René Buze und Tony Goldstein fungieren.

Der Bau- und Planungsausschuss sowie der Verwaltungs- und Finanzausschuss wurde jeweils mit Björn Fläschendräger (Vertreter René Gräf), René Buze (Vertreter Torsten Pinkes) und Ulrich Mahn (Vertreter Tony Goldstein) besetzt. Hierbei kann man feststellen, dass wir mit jeweils drei Vertretern in den jeweiligen Fachausschüssen sehr gut vertreten sind. Bei der Besetzung der Aufsichtsräte unserer kommunalen Unternehmen war bereits zu diesem frühen Zeitpunkt klar, dass wir, egal nach welchem Zählverfahren selbige bestimmt werden sollten, zwei Räte unserer Fraktion in die jeweiligen Aufsichtsräte entsenden können. Ziel der Besetzungen der Fachausschüsse sowie der Aufsichtsräte war es, die neuen Stadträte behutsam an ihren neuen Aufgaben heranzuführen.

So einigten sich unsere neuen Stadträte auf folgende Besetzung:

Kommunale Holding Oelsnitz/V. GmbH
Björn Fläschendräger & Ulrich Mahn

Stadtwerke Oelsnitz/V. GmbH
Björn Fläschendräger & René Buze

Oelsnitzer Wohnungsbaugesellschaft mbH
Björn Fläschendräger & René Buze

Oelsnitzer Kultur GmbH
René Gräf & Torsten Pinkes
 

Paukenschläge zur ersten Stadtratssitzung

 
Am Mittwochabend, den 7. August 2019 sorgten wir bereits im Vorfeld zur stattfindenden konstituierenden Stadtratssitzung für Aufsehen, da wir die Besetzung eines Fraktionsgeschäftsführers bekanntgaben und uns damit als erste Fraktion überhaupt einer solchen Funktion bedienten. Hierbei ist es Björn Fläschendräger nach vielen Einzelgesprächen gelungen, den kommunalpolitisch und äußerst erfahrenen Oelsnitzer Rechtsanwalt Christoph Apitz zu gewinnen, welcher sich wie Michael Ballmann und Sebastian Stange zu keiner Wiederwahl hat aufstellen lassen und somit aus dem Stadtrat ausschied. Diese Tatsache versetzte einige Alt-Stadträte in eine gewisse Schockstarre, da sie wussten, dass wir nun erstklassige Rechtsberatung zur Seite stehen hatten.
 
 
Am Abend folgte dann die besagte konstituierende Stadtratssitzung und damit ein historischer Moment für unsere FOB. Neben der Vereidigung der Stadträte, wurden die Fachausschüsse so besetzt, wie es die Fraktionen im Benennungsverfahren gemeldet haben.

Ein letzter wichtiger Punkt war die Wahl der beiden Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Hier stellte sich unser Kandidat René Buze gegen die Kandidatin der CDU, Marion Schröder, zu Wahl. Am Ende war das Ergebnis denkbar knapp, jedoch erfreulich. René Buze wurde mit 11:10 Stimmen zum neuen 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt. Dies sorgte für blankes Entsetzen in Reihen der CDU sowie der LINKE, da ihnen nun bewusst wurde, dass sich der Wind dreht und ihnen zukünftig eisig ins Gesicht peitschen würde.
Auch dieser Erfolg musste gefeiert werden. So zog unsere Fraktion kurzentschlossen in die Gaststätte "Zur Pforte" ein und lies diese erste Stadtratssitzung in lockerer und fröhlicher Runde ausklingen.
 

Einlösung des ersten Wahlversprechens

 
Nur drei Tage später, am 10. August 2019 lud unsere Wählervereinigung zur offiziellen Eröffnung unseres Bürgerbüros in der Wallstraße 3 ein. Kurz nach dem offiziellen Beginn, um 10 Uhr, konnten wir die ersten interessierten Bürger begrüßen. Im Rahmen eines gemütlichen Sektfrühstückes nutzten unsere zahlreichen Gäste die Möglichkeit, unser neues Büro zu begutachten und mit unseren Stadträten ins Gespräch zu kommen. Die Meinungen gingen allesamt in die gleiche Richtung. Hell, freundlich und einladend. Im Vorfeld hatten unsere Mitglieder viel Zeit und Mühe in die Renovierung des Raumes, welcher über viele Jahre als Abstellraum genutzt wurde, investiert. Dabei standen hauptsächlich Klempner-, Putz- und Malerarbeiten auf dem Programm. Seitdem haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu jeder Zeit Kontakt mit unserer Stadtratsfraktion aufzunehmen. Dazu haben wir unter der Mobilfunknummer 0162 / 57 94 313 ein Bürgertelefon eingerichtet, unter welcher immer ein Mitglied unserer Fraktion erreichbar ist.​​​​​​​
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Das Bürgerbüro soll Anlaufstelle für die Oelsnitzer Bürgerschaft sein, um sich vertrauensvoll mit ihren Sorgen und Problemen, aber auch mit ihren Vorschlägen und Anregungen an unsere Fraktion in einer diskreten Atmosphäre zu wenden. Eine wichtige Tatsache möchten wir an dieser Stelle besonders herausheben. Die Eröffnung des Bürgerbüros war die Umsetzung unseres ersten Wahlversprechens und das gerade einmal nur drei Tage nach unserer Verpflichtung.


​​​​​​​Von der Geschichte zur Gegenwart

 
Liebe Besucher, in den vergangenen Minuten haben Sie einen recht detaillierten Einblick in die Geschichte unserer Wählervereinigung erhalten. Sicher hätte dieser kürzer ausfallen können, jedoch hätte dies bedeutet, dass wichtige Dinge, die zur Entwicklung unserer FOB sowie Sie sie jetzt kennen, nicht oder nur unzureichend hätte beleuchtet werden können. Uns ist es wichtig, dass Sie als interessierter Besucher unserer Seite einen Einblick erhalten, wie schwer es ist eine parteiunabhängige Wählervereinigung zu gründen und erfolgreich auf den Weg zu bringen. Unserer FOB und ihren Mitgliedern wurde, angefangen von der Idee bis hin zur Umsetzung, nichts geschenkt. Alle Erfolge sind das Resultat harter Arbeit, festen Zusammenhaltes und dem eisernen Glauben gemeinsam das beste für unsere Heimatstat und ihrer Einwohner erreichen zu können.

Über alle weiteren Themen unserer Arbeit können Sie sich in der Rubrik "Aktuelles" ausführlich informieren. Sollten Sie sich von unserer Arbeit angesprochen fühlen und mitwirken wollen, zögern Sie nicht mit uns in den Kontakt zu treten. Unsere Wählervereinigung ist für jede Unterstützung dankbar – Gemeinsam mehr erreichen!!!